Flugtaxis! Spinnt ihr?

Innovative Mobilitätsangebote heute

Albrecht Berblinger war einer, der bei Null anfing, einen Traum hatte, alles riskierte und scheiterte. Der Dank für seinen Wagemut war Hohn und Spott. Heute kann man die Kraft seiner Vision nicht hoch genug einzuschätzen.

Aber wie gehen wir heute mit Visionen um - gerade die, die das Thema Mobilität betreffen? Neigen wir dazu, Ideen, die unmöglich erscheinen, abzutun oder geben wir ihnen einen Vertrauensvorschuss, damit sie sich entwickeln können? Und lassen wir einen Neustart nach anfänglichem Scheitern zu?

In diesem Sinne haben wir einige Ideen unterschiedlichster Art zusammengetragen und das wichtigste - eher unterhaltsam als wissenschaftlich - auf den Punkt gebracht. Einige der vorgestellten Projekte erscheinen aus heutiger Sicht ungewöhnlich bis unvorstellbar, andere sind bereits am Start oder sogar schon umgesetzt.

Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit – wer die folgenden Beiträge liest und eine Ergänzung, eine Korrektur oder einfach nur einen konstruktiven Kommentar dazu hat, der kann uns schreiben: info@ding.eu , Betreff „Berblinger“. Das gilt natürlich auch für den Fall, Sie kennen eine utopische Mobilitätsidee, die wir hier nicht aufgeführt haben... Falls Ihr Beitrag spannend und von allgemeinem Interesse ist, dann ergänzen wir diese Seite entsprechend. Vielen Dank

Diese Seite ist ein Beitrag zur Ausstellung:

Die Welt, ein Raum mit Flügeln - Albrecht Ludwig Berblinger, eine Erfolgsgeschichte

vom 15. Mai bis 25. Oktober 2020 im Stadthaus Ulm.

Mehr Infos zur Ausstellung im Stadthaus...

Mehr Infos zum Berblinger Jahr...

NEU: Tolle, neue Mobilitäts-Ideen als Preisträger des Deutschen Mobilitätspreises 2020

 

 


Das Lufttaxi

Keine Spinnerei mehr

Schau einer an, wer sich schon für das Thema Lufttaxi interessiert: Intel, Uber, Microsoft, Airbus, Audi, Daimler. Das kann keine Luftnummer mehr sein. Die Fa. Volocopter hat sogar schon einen Testflug über der Innenstadt von Stuttgart durchgeführt. Ministerpräsident Kretschmann zeigte sich angeblich beeindruckt

Und tatsächlich sagen Experten voraus: in 5 Jahren ist es soweit, es werden Flugtaxis „in großen Städten auf ersten, festen Routen Passagiere transportieren“. Elektrisch und autonom, damit leise und günstig.

Fazit: In Kürze brummt es über unseren Köpfen...

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Die Magnetschwebebahn 2.0

Jetzt noch besser

Das kann es doch noch nicht gewesen sein, denkt sich die Firma Max Bögl aus der Oberpfalz und will sich nicht damit abfinden, dass das deutsche Transrapid-Projekt im Jahr 2011 vorerst zu Grabe getragen wurde.n

Im Schweben auf einem magnetischen Wanderfeld sehen die Ingenieure offensichtlich immer noch großes Potential – schließlich funktioniert der Transrapid in Shanghai ja auch, und das schon seit 2002. Jetzt will man in Deutschland einen zweiten Anlauf versuchen.

Fazit: Eine Machbarkeitsstudie soll eine Umsetzung auf dem Münchner Flughafengelände prüfen.

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Hyper, hyper

Hyperloop

Diese Idee ist wirklich atemberaubend: Man baue eine Röhre, versetze sie in Unterdruck und schieße eine mit Menschen besetzte Kapseln durch sie hindurch.

Der fehlende Luftwiderstand ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 466 km/h, das ist der aktuelle Weltrekord, den ein Team Münchner Studenten bei einem Wettbewerb auf dem Testgelände des Futuristen Elon Musk aufgestellt hat. Sein Hyperloop-Projekt soll die Bahn brechen für eine Fortbewegungsart, bei der Platzangst kein guter Begleiter sein dürfte.

Fazit: Wenn sich ein Herr Musk etwas einbildet, dann wird da am Ende sogar noch was daraus...

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Gepäckroller

roll, roll!

Die Fortbewegung zu Fuß ist ja mit die gesündeste - dumm nur, wenn man dabei viel zu schleppen hat. Der Transportroboter Gita sorgt für Erleichterung: Wie ein Hündchen folgt er seinem Besitzer und hat dabei alles intus, was auf oder in ihm bis zu einem Gewicht von 18 kg abgelegt wird. 

Entwickelt wurde der Gita von einer Firma, die legendär ist für schnuckelige Mobilitätslösungen: Piaggio, Schöpfer der Vespa, hat über sein US-amerikanisches Zukunftslabor eine geniale Idee zur Serienreife gebracht.

Fazit: Kauf mich, wenn Du bis in den Herbst warten kannst!

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Automomer Busverkehr

Mehr als nur Liebhaberei

Gefühlt in fast halb Mitteleuropa gibt es diese autonom fahrenden elektrischen Minibusse schon. Nett anzusehende Gefährte, die mit max. 15 km/h über ruhige Straßen schleichen und dabei max. 6 mehr oder weniger aufgeregte Fahrgäste befördern. Immer dabei: Ein Begleiter, der strenge Aufsicht führt, dass trotz autonomen Fahren kein Unheil geschieht.

Es steckt offenbar extrem viel Charm und Potential in der Idee, auf einer fixen Route und im dichten Takt eine verlässliche Beförderung anzubieten, auch ohne Fahrer - die Fahrgäste sind jedenfalls begeistert. In Berlin wollen Forscher wieder einmal herausfinden, was die Voraussetzungen für eine Akzeptanz als Massenverkehrsmittel sind.

Fazit: Der Durchbruch der autonomen Kleinbusse steht bevor/lässt auf sich warten/bleibt aus (bitte ankreuzen).

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PigeonBot

Flugroboter mit echten Federn

Eins haben Albrecht Berblinger und die Wissenschaftler der Stanford University gemeinsam: Die Faszination für die Erhabenheit und Perfektion des Vogelflugs und der Drang, ihn zu erforschen und nachzuempfinden.

Im PigeonBot stecken echte Federn, aber künstliche Gelenke, die nach der Natur geformt sind und per Fernsteuerung minutiös bewegt werden können. Noch wird der künstliche Vogel durch einen Propeller angetrieben. Ob auch die Fortbewegung per Flügelschlag gelingt, wollen die Forscher herausfinden.

Fazit: Bringt uns Menschen wahrscheinlich nicht in die Luft, aber die Wissenschaft voran.

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BionicWheelBot

Mach den Abflug, Spinne!

Das nächste Beispiel geht in eine ähnliche Richtung: Der Festo-Konzern, unter anderem Spezialist für Fabrik- und Prozessautomatisierung mit Sitz Esslingen lässt sich von tierischen Vorbildern inspieren, um mit neuen Antriebsformen und Bewegungsformen zu experimentieren.

Dabei entstehen Maschinchen, die dem natürlichen Vorbild verblüffend nahe kommen. Der BionicWheelBot hat sich z.B. die Radlerspinne vorgenommen. Wenn es schnell gehen muss oder der Boden zu uneben ist, schaltet das Tier in einen kombinierten Flug-Bodenrollmodus über. Festo hat aber auch schon Fledermäuse oder Schmetterlinge nachgebaut. Die Herausforderung: Mechanik intelligent anwenden, Materialeinsatz reduzieren, Aggragate auf engstem Bauraum einsetzen.

Fazit: Von der Natur für die Zukunft lernen

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Die Über-Concorde

mit grünem Antrieb

Den Geschwindigkeitsrekord für bemannte Flugzeuge hält die US-amerikanische X-15. Es wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 7.274 km/h (Mach 6,72) und eine Flughöhe von 107,96 Km erreicht.

Die Fa. Reaction Engines plant jetzt einen Überschall-Wasserstoff-Jet für Fluggäste, der mit einer speziellen SABRE-Raketenantriebstechnik eine Spitzengeschwindigkeit von über 6000 Kilometern pro Stunde erreicht. Auf einer Flughöhe von 25 bis 28 Kilometern Höhe soll es einen einzigartigen Blick auf die Erde geben. Der Antrieb soll mit grünem Wasserstoff (aus erneuerbaren Energieträgern) gespeist werden und damit CO2-neutral sein.

Fazit: Sich dieses Projekt vorzustellen, fällt echt schwer. Machen wir es trotzdem.

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Schall-Wellenreiter

jenseits von Baywatch

Noch um einiges schneller als der Wasserstoff-Jet, sprich mit 8-facher Schallgeschwindigkeit, soll der so genannte Hyperschallgleiter HEXAFLY-INT unterwegs ein. Er reitet nach dem „Waverider“-Prinzip auf seiner eigenen Schallwelle (wie man auch immer sich das vorstellen muss). 

Es handelt sich um ein internationales Forschungs-Projekt, das die Grenzen der Aerodynamik, die Belastbarkeit von Werkstoffen, die Möglichkeiten der Flugsteuerung und Auswirkungen auf die Umwelt erkunden soll.

Fazit: Mit EU-Geldern gefördert und verdammt schnell

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Transport-Maulwurf

Güter gehören auf die Bahn - oder unter die Erde

Güter unter der Erde zu bewegen und zu verteilen, statt den städtischen Verkehr damit zu belasten, klingt eigentlich logisch. Möglich wird das mit einer eigenen Netz-Infrastruktur (Röhren) oder auf Basis bestehender unterirdische Netze (U-Bahn-Tunnel, Kanalisation). Die maulwurfsgleiche Art des Gütertransport stört nicht weiter und kann bei weitem schneller erfolgen als über der Erde. Die Übergabe, bzw. die Abholung erfolgt konsequenterweise über „Maulwurfshügel“, also oberirdische Stationen, groß wie Telefonzellen.

In eine ähnliche Richtung geht eine Idee des Bundesverkehrsministeriums, Pakete künftig auch per U-Bahn zu transportieren, und zwar nachts, wenn keine Fahrgäste unterwegs sind. Die Fracht wird an Micro-Hubs übergeben, wo sie von Elektro-Lastenrädern weiterverteilt werden.

Fazit: Gute Idee, leider sind keine konkreten Projekte in Sicht.

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Intelligente Brillen

machen mobil

Smart Glasses sind zu schade, um sie nur in der Unterhaltungsindustrie einzusetzen.  

Auch im Alltag mobilitätseingeschränkter Personen, die ihren Rollstuhl nicht mit der Hand steuern können, dienen diese intelligenten Brillen als ideale Helfer. Dabei werden intuitive Kopfbewegungen in Steuersignale für den Rollstruhl umgewandelt. Es gibt auch eine Kamerafunktion und im Notfall können Nachrichten abgesetzt werden.

Fazit: Die Idee des Münchner Startups ist nicht mehr taufrisch, aber gut, weil hilfreich.

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Sie kennen auch eine utopische Mobilitätsidee, die wir hier nicht noch aufgeführt haben?

Senden Sie Ihre Informationen an info@ding.eu, Betreff "Berblinger" und wir veröffentlichen das Projekt an dieser Stelle.