Höhlen und Eiszeitkunst

auf der Schwäbischen Alb

„Was machschd grad??“„Schnitza.“ So oder ähnlich begann vor 40.000 Jahren die Geschichte des Unesco-Welterbes Höhlen und Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb – dort haben Archäologen die ältesten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit entdeckt. Im Juli 2017 wurden diese Höhlen zum UNESCO-Welterbe ernannt: Im Achtal Hohle Fels, Geißenklösterle und Sirgenstein und im Lonetal Bockstein, Hohlenstein und Vogelherd. www.welt-kultursprung.de

Archäopark Vogelherd

Lonetal

Der Archäopark Vogelherd bei Stetten ist ein archäologischer Themenpark mit extrem hohem Spaß- und Lernfaktor – und Präsentationsort des „kleinen Mammuts“. Es gilt mit einem Alter von ca. 35.000 Jahre als älteste vollständig erhaltene Skulptur. www.archaeopark-vogelherd.de

Vom Archäopark führt der ausgeschilderte Eiszeitpfad Neandertalerweg zum Hohlenstein (Fundort des „Löwenmenschen“ und zur Bocksteinhöhle. www.tourismus.alb-donau-kreis.de

Anfahrt

Brenzbahn R5 bis Langenau oder Niederstotzingen, Umstieg auf Buslinie 59 bis Stetten Archäopark

Fahrtmöglichkeit: 2–3-Stunden-Takt, täglich

 

 

Eiszeithöhlen entlang der Ach

Achtal

Drei weitere Fundorte eiszeitlicher Kunst im Achtal – Hohle Fels, Geißenklösterle und Sirgenstein – liegen zwischen Blaubeuren und Schelklingen.

Ab Schelkingen oder Blaubeuren lassen sich diese zu Fuß oder per Rad erkunden. Tolle Karten mit detaillierter Wegebschreibung unter www.tourismus.alb-donau-kreis.de

Der Hohle Fels, Fundort der „Venus von Schelklingen“, ist mittwoch bis samstags von 14.00 bis 17.00 Uhr und sonn- und feiertags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Öffentliche Führungen im Hohle Fels finden jeden Mittwoch um 15.15 Uhr statt. www.museum-schelklingen.de/der-hohle-fels

Anfahrt

Donautalbahn R3 bis Blaubeuren oder Schelklingen

Fahrtmöglichkeit: 30–60-Minuten-Takt, täglich

 

 

Steinzeitfunde im Original bewundern

Ulm/Blaubeuren

Das Museum Ulm ist der Präsentationsort für den weltweit einzigartigen Löwenmenschen aus dem Hohlenstein im Lonetal – vor rund 40.000 Jahren meisterhaft geschnitzt aus einem Mammut-Stoßzahn. Daneben ist jede Menge Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu sehen. www.museum.ulm.de

Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) ist das zentrale Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit in Baden-Württemberg. Sie finden dort die „Venus vom Hohle Fels“, den Wasservogel, den Kleinen Löwenmenschen sowie Flöten aus Flügelknochen von Vögeln und Mammutelfenbein. www.urmu.de

Lohnende Abstecher: Das urmu liegt in der schönen Altstadt, nicht weit vom Kloster und Blautopf. www.blaubeuren.de

Anfahrt

Donautalbahn R3 bis Blaubeuren bzw. sechs Bahnlinien bis Ulm

Fahrtmöglichkeit: 30–60-Minuten-Takt, täglich